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Freitag, 1. April 2011

1.4.2011

by austrobold @ 14:43h | link | 133 comments | comment

Montag, 18. Mai 2009

Tschüss, Ivo!

Dieses letzte Jahr, das hätte er sich sparen können. Da hat er nur mehr dreimal ins Tor getroffen, dafür einmal die rote Karte und zweimal gelb-rot gesehen. Er fand nicht mehr ins Spiel, nicht mehr zu seinem Spiel, er war zu spät in den Zweikämpfen dran und hechelte den Jungen hinterher. Ivica Vastic hat kapiert, dass es so keinen Sinn mehr macht und hat heute – obwohl man ihn von Vereinsseite zum Weitermachen überreden wollte – seinen Rücktritt vom aktiven Fußball erklärt. Einmal noch, beim letzten Heimspiel des LASK, wird sich der 39-jährige abfeiern lassen, dann geht’s in die Rente.

Ivo hätte sich einen würdevolleren Abgang verdient, und er hätte ihn auch gehabt, wäre er direkt nach der letztjährigen EURO abgetreten – als der Fußball-Methusalem das einzige Tor für Österreich im Turnier schoss und damit zum ältesten EM-Torschützen ever wurde.

Aber was soll’s. Die Karriere von Ivica Vastic kann sich – für österreichische Verhältnisse – allemal sehen lassen. Er wurde mit Sturm Graz zweimal Meister und dreimal Cupsieger, einmal Cupsieger mit der Austria, wurde viermal zum Fußballer des Jahres gewählt, war zweimal Torschützenkönig, bei einer Welt- und einer Europameisterschaft dabei, kam mit Sturm dreimal in die Champions League, einmal davon sogar als Gruppensieger in die Zwischenrunde, er schoss 14 Tore in 50 Länderspielen für Österreich und ist mit 185 Treffern drittbester Torschütze der Bundesliga-Geschichte. Sollte er in seinem Abschiedsspiel zweimal zuschlagen, würde er sogar noch Peter Pacult einholen. (Ivos letzter Trainer, Hans Krankl, bleibt mit 269 Goals unantastbar.)

Und dennoch: Es wäre bei anderem Verlauf der Dinge auch mehr drinnen gewesen für Ivica Vastic. Der Kroate kam 1991 als Kriegsflüchtling aus Split nach Wien. Oftmals wurde die Story kolportiert (obwohl sie nicht ganz der Wahrheit entspricht), er wäre damals bloß mit einem Plastiksackerl in der Hand auf der Hohen Warte aufgekreuzt und hätte der Vienna schüchtern seine Dienste angeboten. Die Vienna nahm den jungen Mann mit der feinen Technik mit Handkuss, es folgten weitere Gastspiele in St. Pölten und in der Südstadt bei der Admira, schließlich ein missglückter Ausflug in die deutsche Bundesliga zu MSV Duisburg. Stationen, mit denen der junge Vastic in Wahrheit nur seine Karriere vertändelte und die teilweise unter seinem Niveau waren.

Richtig los ging es für ihn erst, als er 1994 zu Sturm Graz kam und dort mit Ivica Osim als Trainer seinen Mentor fand, der ihn zur spielbestimmenden Zentralfigur der Mannschaft aufbaute. Da war Ivo immerhin schon 25 Jahre alt. Der nächste Schritt folgte 1996 mit dem Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft. Vastic war zuvor schon einmal ins kroatische Nationalteam einberufen worden, kam dabei aber nicht zum Einsatz und war dadurch noch für Österreich spielberechtigt. Wäre Vastic schon in jungen Jahren bei stärkeren Vereinen aktiv gewesen, hätte er sich womöglich auch im kroatischen Team ganz gute Chancen ausrechnen können. So ging er mit Österreich lieber auf Nummer sicher.

Aber in der Nationalmannschaft sollte er selbst zu seiner Glanzzeit nie jene dominierende Rolle spielen wie bei Sturm Graz. Das lag zu einem Teil an ihm selbst und seinem oft phlegmatischen Charakter, zum anderen an den hierachischen Machtverhältnissen im österreichischen Team. Sein erster Teamtrainer, Herbert Prohaska, ein ewiger Gefangener zwischen dem einerseits und dem andererseits, setzte meist drei Spiele auf Vastic – und dann drei Spiele wieder nicht auf ihn. Als es zur WM 1998 nach Frankreich ging, konnte sich der Erzwiener Prohaska nicht durchringen, den in der Qualifikation bewährten Wien-Block um Herzog/Polster durch den aktuell erfolgreichen Graz-Block um Vastic/Haas abzulösen. So kam Vastic als Edelreservist erst am Ende des zweiten WM-Spiels zum Einsatz, in dem er den sagenhaften Extratime-Ausgleich gegen Chile schoss und darauf die Kronen Zeitung mit „Ivo, jetzt bist du ein echter Österreicher“ titelte – legendär! Beim abschließenden Spiel gegen Italien stand er dann in der Grundaufstellung – zu spät. Der (zu) anständige Mensch Vastic hat sich darüber nie beschwert.

Prohaskas wechselhafte Beziehung zu Vastic ersparte letzterem wenigstens das wenig später folgende 0:9-Fiasko gegen Spanien. Somit konnte er unter dem nächsten Teamchef – bezeichnenderweise der Kroate Otto Baric – endlich zum echten Stammspieler aufsteigen. Als bereits über 30-jähriger.

Hans Krankl wiederum hatte später ein ähnlich zwiespältiges Verhältnis zu Vastic wie Prohaska, Hickersberger schließlich beugte sich vor der EURO dem Druck der Medien, als er dem Altstar zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Team-Comeback verhalf. Dazwischen hatte Vastic noch eine mittelgute Zeit bei Austria Wien verbracht, ein Jahr lang in Japan hübsch abgecasht und zuletzt den LASK zurück in die Bundesliga geführt.

Ivica Vastic wird uns, wie er ankündigte, in Zukunft als Trainer erhalten bleiben. Als Spieler werden wir ihn vermissen: Seine edlen Tore, seine eleganten Dribblings, die werden uns genauso fehlen wie seine saftlosen Interviews und seine süßen Schwalben (Au! Au!).

by austrobold @ 22:55h | link | 88 comments | comment

Sonntag, 17. Mai 2009

BL, 34. Runde - bravo Ried, pfui Rapid

Reichlich farblos ist die Entscheidung um die Meisterschaft gefallen. Salzburg reichte ein Arbeitssieg gegen den LASK, während Rapid von Ried einmal mehr in dieser Saison entzaubert wurde. Blamabel für grünweiss, dass man im Spiel der letzten Chance gegen den Angstgegner aus dem Innviertel nicht nur nichts dazugelernt sondern in Wahrheit überhaupt keinen Auftrag hatte.

Die Rieder hingegen gehören zu den wenigen, die heuer Anerkennung verdienen. Mit einem auf dem Papier mäßigen Kader entledigten sie sich nicht nur frühzeitig aller anfänglichen Abstiegssorgen, sondern boten gerade als abgesicherter Mittelständler, für den’s eigentlich um nichts mehr ging, die profundesten Saisonleistungen – auch Salzburg ging ja in Ried 3:0 unter, wer’s schon vergessen hat. Überhaupt: Das Fill Metallbau Stadion machte seinem zukünftigen Namen als „Keine Sorgen Arena“ (kein Scherz – die OÖ Versicherung als neuer Vereinssponsor wollte es so!) schon jetzt alle Ehre – von den bisherigen 17 Heimspielen wurden 13 gewonnen und kein einziges verloren.

Hauptverantwortlich für das erfolgreiche Spieljahr der Rieder war zweifellos Paul Gludovatz, der ewige nette Nachwuchsonkel des ÖFB, der es im fortgeschrittenen Alter auch mal als Vereinstrainer wissen wollte. Dabei setzte er durchaus seinen guten Ruf aufs Spiel, zeigte aber sehr schnell seinen weniger geschulten Kollegen, was eine Taktik ist. So war Ried zwar vom Spielermaterial her nicht gut aufgestellt, aber stets umso besser eingestellt – Rapids Peter Pacult, der sicher auch seine (gut versteckten) Qualitäten hat, aber alles andere denn ein großer Stratege ist, kann ein Lied davon singen. Bemerkenwert auch, dass Ried die wenigsten Tore aller Bundesligisten erhalten hat, neun weniger als Meister Salzburg.

Als Bonus kann sich Ried jetzt sogar noch kleine Hoffnungen auf einen internationalen Startplatz machen. Der dafür nötige dritte Tabellenrang ist zwar zwei Runden vor Schluss utopische fünf Punkte weit entfernt, aber wer weiss? – Wird Austria Cupsieger reicht ja auch der vierte Platz, und verliert Konkurrent Sturm Graz das kommende Heimspiel gegen Salzburg, käme es in der letzten Runde zum direkten Showdown in Ried.

Die Abstiegsfrage dürfte in dieser Runde erwartungsgemäß zugunsten von Mattersburg geklärt worden sein. Der drei Punkte zurückliegende Tabellenletzte aus Altach müsste nicht nur das kommende Heimspiel gegen Kapfenberg gewinnen, sondern aufgrund der schlechteren Tordifferenz auch in der Schlussrunde in Salzburg punkten. Gut denkbar aber, dass die Heimmannschaft dann noch einmal Gas geben wird, um Marc Janko zum Bundesliga-Torrekord (und eventuell zum Goldenen Schuh) zu verhelfen.

Sang- und klanglos hat sich auch das Titelduell in der Adeg Liga erledigt. Sah es vor kurzem noch nach einem niederösterreichischen Kopf-an-Kopf-Rennen aus, so verlor die zuvor lange Zeit ungeschlagene Admira just als es ans Eingemachte ging komplett den Faden. Damit wird erstmals seit 1972/73 wieder ein Wr. Neustädter Verein in der obersten Spielklasse zu finden sein – damals war es die SV Admira Wr. Neustadt…

by austrobold @ 21:43h | link | 53 comments | comment

Mittwoch, 13. Mai 2009

Unschön

Okay, Jocelyn Blanchard war zuletzt nicht mehr der Jocelyn Blanchard von 2006, als er mit Fug und Recht zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt wurde und mit Austria Wien Meistertitel und Cupsieg holte. Der Franzose wird dieser Tage 37 Jahre alt, und einem proaktiven Dauerläufer wie ihm merkt man das Ablaufdatum früher an als anderen, noch älteren Typen in der Liga, Typen, die das Austroball-System längst verinnerlicht haben und gerissener zu bluffen vermögen. Solche Schlitzohren wie Vastic oder Baur konnten lange Zeit ihre nicht mehr gegebene körperliche Konkurrenzfähigkeit dank ihrer Badkicker-Technik oder dem, was sie unter "Stellungsspiel" verstehen, kaschieren. Der Schmäh geht aber inzwischen nicht einmal auf hiesigem Niveau mehr rein.

Aber anyway.

Jocelyn Blanchard wurde vorgestern Montag von seinem Arbeitgeber Austria Wien mitgeteilt, dass er ab kommender Saison als Spieler nicht mehr erwünscht ist. Sinngemäßer Nachsatz: Man würde sich aber freuen, wenn ein verdienstvoller Mann wie er dem Verein in anderer Funktion erhalten bliebe, er möge sich halt was Hübsches einfallen lassen, dann könne man ja weiter reden, blahblah.

Nun hat Blanchard schon seit einiger Zeit ebenso diplomatisch wie deutlich zu verstehen gegeben, dass ihn eine sinnvolle Tätigkeit im Trainerstab oder im Management-Bereich der Austria nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn sicherlich reizen würde. Was macht die Austria? Sie verfügt über seinen Kopf hinweg nicht nur über sein Karriereende, die Führungsspitze des Vereins fand es offensichtlich auch nicht der Mühe wert, zur gegebenen Zeit über eine gemeinsame Zukunft zu sprechen. So behandelt man Lehrbuben, aber keinen langjährigen Kapitän, Führungsspieler, Leistungsträger, Leithammel und Fan-Liebling. Und wir dachten die Austria-Granden Katzian und Parits wären irgendwie Sirs (also zumindest im Vergleich zur KartnigSvetitsStronachCanori-usw.-Sippschaft) - aber Fehlanzeige!

Hier geht's aber nicht nur um schlechten Stil - einen wertvollen und intelligenten Typen wie Blanchard nicht rechtzeitig die Rutsch'n auf die andere Seite des Vereinsgeschehens zu legen, das ist dumm, fahrlässig und ein Schuss ins eigene Knie.

Stil beweist stattdessen Jocelyn Blanchard selbst, wie im aktuellen Standard-Interview nachzulesen ist. Chapeau und à la bonheur!

by austrobold @ 02:21h | link | 186 comments | comment

Zu früh gefreut

ADEG Erste Liga

Ausgangslage:

Vor dem gestrigen Abend halten die beiden Titelanwärter Magna Wr. Neustadt und Trenkwalder Admira bei je 57 Punkten, Wr. Neustadt ist aufgrund des besseren Torverhältnisses voran und spielt daheim gegen Fixabsteiger Leoben, während Admira zur gleichen Zeit in St. Pölten antritt.

19.06 Uhr:
St. Pölten - Admira 0:1

Zwischentabelle:
Admira 60
Wr. Neustadt 58

19.26 Uhr:
Wr. Neustadt - Leoben 1:0

Wr. Neustadt 60
Admira 60

19.29 Uhr:
Wr. Neustadt - Leoben 1:1

Admira 60
Wr. Neustadt 58

20.03 Uhr:
Wr. Neustadt - Leoben 2:1

Wr. Neustadt 60
Admira 60

20.06 Uhr:
St. Pölten - Admira 1:1

Wr. Neustadt 60
Admira 58

20.17 Uhr:
St. Pölten - Admira 2:1

Wr. Neustadt 60
Admira 57

20.45 Uhr:
Schlusspfiff

by austrobold @ 00:56h | link | 40 comments | comment

Dienstag, 12. Mai 2009

Schrumpf-U19 für EM-Quali

Für die von Andreas Heraf betreute U19-Nationalmannschaft beginnt gerade eben die sogenannte Eliterunde für die EM-Qualifikation mit dem Spiel gegen Ungarn, weitere Gegner sind Finnland und Gruppengastgeber Serbien, alle Spiele finden diese Woche statt. Leider darf sich die österreichische Auswahl diesmal nur wenig Hoffnungen machen. Nicht nur, weil allein der Gruppensieger zur Endrunde in die Ukraine fährt, nicht nur weil Serbien und Ungarn einige Jung-Legionäre bei internationalen Spitzenklubs haben und deshalb auch im Normalfall zu favorisieren wären, sondern vor allem deshalb, weil dem Team nicht weniger als 21 (!) Mann absagten - teilweise wegen Verletzungen, teilweise aber wegen schulischer oder vereinsbedingter Verpflichtungen.

Beim frisch operierten Christopher Drazan ist das Pech, beim von Bayern München nicht abgestellten David Alaba wird sich der ÖFB mit dem Intervenieren ein wenig schwertun, aber im allgemeinen fragt man sich, wie gut der Verband auf dieses Turnier vorbereitet war bzw. wie willig die Vereine sind, in der Endphase der jeweiligen Meisterschaft ihre Spieler zur Verfügung zu stellen. Gerade jetzt, wo sich der ÖFB seiner verstärkten Anstrengungen im Nachwuchsbereich rühmt, ein Zeichen mangelnden Durchsetzungsvermögens. Oder im Klartext: Einzelne Spieler bzw. vor allem die Mehrheit die Vereine scheissen dem ÖFB einfach was - und kommen durch damit. Die Kollegen aus Serbien hatten hingegen bis auf zwei Verletzte keine Absagen zu beklagen.

Jetzt aber die gute Nachricht: Dennoch hat die Verlegenheitself heute ihr Auftaktspiel gegen Ungarn (bei denen einige Spieler in England und Italien engagiert sind) mit 3:2 gewonnen. Nach schnellem Rückstand traf Solospitze Georg Gravogl von der Akademie St. Pölten zweimal, Aleksandar Dragovic war mit einem Freist0ß erfolgreich. Letzterer ist als Stamm-Innenverteidiger von Austria Wien der verbliebene "Star" der österreichischen U19, er wird aber vor der abschließenden Begegnung gegen Finnland wieder zum Bundesliga-Spiel gegen Altach zurückbeordert...

by austrobold @ 16:23h | link | 25 comments | comment

BL, 33. Runde - braves Rapid, der Rest ist Krise

Rapid hat seine moralische Verpflichtung gegenüber den grünweissen Fans und dem platten, aber plausiblen Diktum "Herz gegen Kommerz" anstandsgemäß erledigt, und so wurde dem ungeliebten Salzburger Rivalen in der eigenen Festung noch einmal der (Alt)Meister gezeigt. Die Pflicht ist gelungen, die große Kür wird nicht mehr glücken - auch wenn da und dort unverdrossen die mediale Spannungstrommel geklopft wird. Salzburg braucht nur die beiden Hausaufgaben gegen den LASK (für den's um nix mehr geht) und gegen Altach (für die's um die Existenz geht, die ihnen aber die Bundesliga nicht vergönnt; mehr dazu weiter unten) in obligater Kunstrasen-Heimschach-Manier erledigen - und könnte sich in Graz gegen Sturm trotzdem ein Nickerchen erlauben.

Lustig ist ja nur, dass der von Red Bull abservierte Salzburg-Trainer Co Adriaanse in der Endphase an den eigenen Spielern kein gutes Haar lässt, den Hütteldorfern dafür ausgiebig Rosen streut. Wozu sich auch ein Blatt vor den Mund nehmen: Sogar in Ö-reich ist selten wer unglamouröser Meister geworden als dieses Red-Bull-Team, das nicht mal in Salzburg selbst Wurzeln schlagen konnte. Wenn man sich ansieht, dass die Quali für die Champions League auch heuer nicht leichter zu schaffen sein wird als in den Jahren zuvor (eher im Gegenteil), dann könnte sich in Salzburg bald wiederholen, was bei der Wiener Austria mit Stronachs Rückzug schon Schule gemacht hat - nur mit noch drastischeren Konsequenzen für den Salzburger Retortenverein, der ohne Onkel Didis schützende Hand gänzlich zusperren könnte.

Wenn wir schon bei der Austria sind: Die hat in Graz nach einer unterirdischen ersten Halbzeit gerade noch die Kurve gekriegt, um gegen den direkten Gegner Sturm den Punktegleichstand im Kampf um den internationalen Startplatz zu bewahren - plus einer auf dem Papier günstigeren Auslosung für die letzten drei Runden. Was bekanntermaßen bei der Austria noch nichts heissen muss.

Gleichauf geht es auch für die Ligakasperln Mattersburg und Altach in den finalen Abstiegs-Countdown. Wobei man für Altach schwarz sehen muss. Da stehen nicht nur schwerere Partien an als für die Burgenländer, gerade die vorangegangene Runde ließ erneut den Verdacht aufkommen, dass Matterburgs gewichtiger Obmann Martin Pucher seine andere Funktion als Präsident der Bundesliga dazu nützen würde, um hinter den Kulissen die Muskeln spielen zu lassen. Die Schiedsrichter-Besetzung des Spiels LASK-Altach mit dem bis vor Jahresfrist als Liga-Sekretär (und also Pucher-Untergebenem) tätigen Fritz Stuchlik dürfte normal schon im Vorfeld nicht unwidersprochen bleiben. Angesichts austroballesterischer Struktur-Verflechtungen natürlich reines Wunschdenken. Stuchlik sollte schließlich Altach tatsächlich einen klaren Elfmeter vorenthalten (und gab seinen "Fehler" danach auch noch zu!) - die Chuzpe muss man haben...

Altach ist an der Misere natürlich auch selber schuld (keine Frage bei 84 Gegentoren in 33 Spielen), Mattersburg gehört aber mindestens genauso in den Keller. Die von einem ehemaligen Postbeamten "gecoachte" Truppe, die hierarchisch in Wahrheit von selbstgefälligen Provinzkaisern wie Mörz, egomanischen Dumpfgummis wie Naumoski, ausrangierten Piefke-Haudegen wie Jancker und Wirtshaus-Rabiatperlen wie Atan dirigiert wird, dieses Gegenteil einer "Mannschaft" ließ sich am Wochenende von Ried 4:0 abfertigen, wobei der Mittelständler aus dem Innviertel selbst staunte, wie wenig Widerstand ein Gegner entwickeln kann, dem das Wasser im Grunde bis zum Hals steht.

Schlimmer steht's derzeit nur noch um Austria Kärnten, wo das unheilige Erbe des Jörg Haider nun volle Länge zu greifen beginnt. Irrwitzige politisch-sportpolitische Verflechtungen, funktionärsmäßige Grabenkämpfe, Eifersüchteleien und Retourkutschen, unbezahlte Rechnungen (im eigentlichen und im übertragenen Sinne), im Mittelpunkt des ganzen die beiden unfassbaren Herren Dörfler und Canori. Am Ende der Nahrungskette Spieler, die besser heute als morgen das Weite suchen oder gerade anderes im Kopf haben als Fußball zu spielen. Dazu Frenkie Schinkels auf der Betreuerbank, schmähstad wie selten zuvor. Warum er seinen Vertrag mit den Kärntnern erst kürzlich verlängerte und was man ihm dabei Schönes in Aussicht gestellt hat, das wird er momentan wohl nicht erzählen wollen. Es fehlt nicht viel, dann gehen auch im nächsten EURO-Stadion die Lichter aus. Das ohnehin nur mehr spärlich erschienene Klagenfurter Publikum hat schon jetzt genug - und wanderte beim kläglichen 0:2 gegen Kapfenberg teilweise schon zur Pause ab.

by austrobold @ 01:36h | link | 142 comments | comment

Dienstag, 28. April 2009

BL, 31. Runde - lauter Loser

Man merkt, dass sich die Meisterschaft dem Ende zuneigt. Resultate werden eigenartig, Prioritäten verschieben sich und auch sonst passiert manch Seltsames. Am wenigsten galt das noch für das immerhin ganz ansehnliche und flotte Derby, in dem einfach die real existierenden Kräfteverhältnisse dieser Saison den Ausschlag zugunsten von Rapid gaben. Dennoch war auch dieses beidseitig mit offenem Visier geführte Wiener Gipfeltreffen symptomatisch für diese Runde, in der es in Wahrheit (fast) nur Verlierer und tragikomische Nebendarsteller gab.

Rapid braucht sich bei Licht betrachtet über den Derbysieg nicht zu lauthals freuen, der kommt trotz allem zu spät. Vielmehr müsste sich Rapid fragen, warum zuletzt bzw. vor allem schon im Herbst viele Punkte leichtfertig liegen gelassen wurden. Austria kann sich naturgemäß sowieso nicht freuen, aber die Niederlage ist doppelt blöd, nachdem Sturm Graz von den Wienern Platz drei übernahm. Bleibt’s dabei – und sollte auch noch der Cup in die Binsen gehen – ist der internationale Startplatz perdu und mit einem Schlag die ganze Saison im Arsch. Die war nämlich bisher für Austria-Verhältnisse eh ganz ordentlich: 3. Platz und Cup-Finale – mehr kann man mit dieser Mannschaft eigentlich nicht erreichen.

Der ganz klägliche Verlierer in Runde 31 war aber einwandfrei Salzburg, das sich in Ried – kaum dass die Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht schien – mit Schimpf und Schande bedeckte. Noch-Trainer Co Adriaanse wurde zum einen von seinen Spielern hängen gelassen, zum anderen schoss er sich mit seiner aberwitzigen Aufstellung selbst ins Knie: Im Mittelfeld spielten mit Janocko, Aufhauser und Vonlanthen bereits aussortierte Typen, dazu der stets zwischen Genie und Wahnsinn pendelnde Tchoyi, der sich wieder mal für zweitere Variante entschied. Wie gesagt: Salzburg wird trotzdem Meister werden, aber wer soll sich mit dieser Truppe eigentlich freuen wollen? Nach solchen Darbietungen nicht einmal die eigenen Schoßhündchen-Fans. Meisterfeiern bitte absagen - noch nie war ein Provinzmeister so ungeliebt, so uncharmant, so uninteressant wie dieser.

Salzburger Verlierer am Rande: Marc Janko, der mit seiner im Vergleich zum Herbst kümmerlichen Frühlings-Torquote wohl kaum mehr an Krankls Torrekord aus dem Jahre 1978 kratzen wird. Außer es passieren außergewönliche Vorfälle, wie etwa im Klagenfurter Rumpelstadion, wo die um ihre Existenz kämpfenden Altacher lustlose Kärntner mit 0:3 zerlegten. Warum sich Frenkie Schinkels eine weitere Saison im Karawankenland antut, wo zuletzt reihenweise die besten Spieler verkauft wurden, Geld mehr zum Löcherstopfen benötigt wird und krude politische Einflussnahmen jederzeit passieren können, das wissen die Götter. Junuzovic, der zuletzt beste Kärntner, der mit Saisonende zur Austria wechselt, wurde von Schinkels wegen „mangelnder Motivation“ auf die Tribüne beordert – Ergebnis siehe oben.

Lustig ging es auch in Mattersburg zu. Wie ihre Vorarlberger Konkurrenten im Abstiegskampf überkam auch die Burgenländer die Torschlusspanik: Nach einer Endlos-Sieglos-Serie geht’s mit dem Gewinnen plötzlich dahin, das bekamen auch die sich vielleicht schon etwas zu sicher fühlenden Kapfenberger zu spüren. Bis dahin war’s aber ein weiter Weg, den der gern mal wunderliche Schiri Stuchlik weisen sollte: Erst nach zwölf gelben plus einer gelb-roten Karte sowie einer Nachspielzeit von fünf bzw. neun Minuten war Schluss.

Noch mehr Loser: In Linz beim LASK war Panadic als Erst-Trainer in dieser Saison schon eine eigenwillige Wahl. Sein selbstbestimmter Nachfolger Klaus Lindenberger gab sich mühelos der Lächerlichkeit preis. Hans Krankl, Trainer Nr. drei in Linz, arbeitet emsig daran, die Bilanz seiner Vorgänger noch zu unterbieten. Dem sang- und klanglosen 0:2 in Graz setzte der notorische Roman Wallner per Mittelfinger die Krone auf – und wurde für diese Geste im Kabinengang ausgeschlossen. Sein Trainer wird Verständnis haben – Hansi Krankl wehrte sich Anfang der 80er-Jahre auf ähnliche Weise gegen unbotmäßige Fans aus dem eigenen Sektor: Damals kam aber nicht der simple Stinkefinger, sondern die ganze Faust des Götz von Berlichingen zum Einsatz – es waren die schönen, die unkorrekten Zeiten.

by austrobold @ 20:54h | link | 30 comments | comment

Donnerstag, 23. April 2009

Lächerlich

Frivolerweise wurde hier schon einmal Thomas Bernhard zitiert. Dabei ist es - naturgemäß - so: In Wahrheit ist alles peziproklächerlich (sagte ich peziprok? - ich meine auch peziprok!), wenn man an den Austroball denkt. Noch lächerlicher allerdings, wenn man diesen nicht nur denkt, sondern auch noch sieht.

Austroball denken und sehen - und eventuell auch noch darüber kommunizieren, das geht gar nicht, dafür fehlen menschenwürdige Sinnesorgane ebenso wie linguistische Behelfsmittel, wie gestern abend beim österreichischen Cup-Semifinale Wr. Neustadt - Austria Wien nachhaltigst vorgeführt wurde.

Keine neue Erkenntnis? - Exactement!
Keine weiteren Ausführungen? - Bitteschön:

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In Vorfreude auf das Traumfinale Austria-Admira begebe ich mich in das Reich, wo Träume noch Schäume und umgekehrt sind.

by austrobold @ 00:42h | link | 88 comments | comment

Mittwoch, 22. April 2009

Exklusiver als News

Genau und übrigens: austroball.at wusste schon am 7. April, wer Co Adriaanse beerben wird. Als nämlich der heute als neuer RB-Salzburg-Trainer vorgestellte Huub Stevens bekannt gab: "Die Chance ist groß, dass mein nächster Club ein exotischer sein wird." Eben.

Und nochmal übrigens: Marc Janko stellte sich heute im ORF-Interview ein bisschen allzu blöd, als er meinte, er würde die Handschrift des designierten neuen Trainers nicht kennen. Wir können behilflich sein: Mehr Taktik, mehr Disziplin, weniger Offensive, keine Egotrips. Der Krankl-Torrekord wird nächstes Jahr ganz sicher nicht mehr fallen - und Janko hätte seinen Vertrag mit Salzburg besser doch nicht verlängern sollen. Aber auch Stevens wird noch erfahren müssen, dass weniger sein neuer Club sondern vielmehr die auf ihn zukommende Liga ein ihm nicht geläufiges Exotikum der Sonderklasse darstellt. Jede Wette: Auch dieser Trainer wird als Einjahresfliege in der Dosensuppe angespeist abserviert werden.

by austrobold @ 00:56h | link | 206 comments | comment

Dienstag, 21. April 2009

Admira finalisiert

...und das recht souverän mit 3:1 im Horr Stadion gegen die Austria Amateure. Damit stehen die Südstädter - vor Jahresfrist noch ein hoffnungsloser Fall in der Regionalliga - erstmals seit 1996 im Cup-Finale, erstmals gelingt dies seit 2001 einem Zweitligisten. (Damals: FC Kärnten. Deren Trainer damals: der heutige Admira-Coach Walter Schachner.)

Die Einser-Mannschaft der Austria hat aber morgen in Wr. Neustadt eine ganz andere Cup-Bilanz zu verteidigen: Seit 2003 (letztes Jahr wurde der Bewerb wegen der Euro nicht ausgetragen) stand sie immer im Finale und gewann das Endspiel bis auf 2004 jedesmal - da verlor die Austria im Elferschießen gegen den GAK. Deren Trainer damals: der heutige Admira-Coach Walter Schachner...

Gelingt der Austria auch morgen der Finaleinzug, so hat die Admira ihrerseits eine Rechnung offen: 1992 verlor Admira im Finale kurz vor Schluss die Nerven, wodurch Austria dank eines Last-minute-goals von Ivanauskas mit 1:0 gewann - Ihr austrobold war dabei...

Kommt es aber zum Finale Admira gegen Wr. Neustadt, so würde dies zumindest Geschichte schreiben. Im seit 90 Jahren ausgetragenen ÖFB-Cup gab es (meines Wissens) bisher weder ein Aufeinandertreffen zweier zweitklassiger Vereine im Finale, noch ein rein niederösterreichisches Endspiel.

by austrobold @ 21:21h | link | 17 comments | comment

Montag, 20. April 2009

Chelsea holt Prosenik jr.

Er wurde hier schon mehrmals erwähnt, zuletzt wegen seiner drei Tore im U17-Team gegen die Slowakei, zuvor u.a. deshalb, weil ihn mehrere italienische Topklubs beobachteten. Jetzt hat's Philipp Prosenik, Sohn des Ex-Teamspielers Christian Prosenik, nicht nach Italien sondern auf die Insel geschafft. Der von Oligarch Roman Abramowitsch finanzierte FC Chelsea verpflichtete den 16-jährigen Stürmer für die nächsten drei Jahre. Natürlich ist Prosenik dadurch kein Kandidat für Chelseas erste Mannschaft, darf sich aber während seiner Vertragszeit in der U18-Akademie der Londoner beweisen. Das allein ist eine Auszeichnung, die keinem anderen österreichischen Talent der Fußball-Neuzeit widerfahren ist. Obwohl über die genauen Transferkonditionen (noch) nichts bekannt wurde, sollte der Deal wohl auch zur Zufriedenheit Rapids ausgefallen sein. Prosenik spielte seit 2008 für die Rapid Amateure und wurde aus seinem bis 2010 laufenden Vertrag herausgekauft. Sein neuer Verein stellt für Prosenik in London schon mal einen Privatlehrer zur schulischen Ausbildung ab und lädt seine Eltern zum CL-Spiel gegen Barcelona ein - das belastet natürlich nicht einmal die Portokassa des trotz krisenbedingter Milliardenverluste immer noch stinkreichen Abramowitsch.

Aber ob sich der junge Prosenik in seinen Probejahren tatsächlich durchsetzen wird, das steht aller Begabung zum Trotz auf einem ganz anderen Blatt Papier.

by austrobold @ 14:47h | link | 16 comments | comment

BL, 30. Runde - Endstation

Stattliche sechs Runden vor Schluss und nach einem neuerlichen Umfaller Rapids ist die Meisterschaft endgültig geschlagen. Salzburg wird sich unangefochtener als noch vor kurzem gedacht den zweiten Titel in der Ära Red Bull holen – und schaffte es auch in dieser Saison nicht, sich (neue) Freunde zu machen. Die lustlose Pflichtübung beim samstäglichen 2:0-Heimsieg gegen Mattersburg steht stellvertretend für die weitgehend glamourfreie Punktebeschaffungsmaloche der Mateschitz-Söldnertruppe in diesem Spieljahr. Bezeichnenderweise konnte sich auch der verkniffene Topscorer Marc Janko, obwohl immer noch auf der Jagd nach Hans Krankls dreißig Jahre altem Bundesliga-Torschützenrekord, keine Sympathien erwerben, bezeichnenderweise wird Trainer Co Adriaanse trotz Meistertitel keine Vertragsverlängerung angeboten, der Holländer streicht stattdessen nachgerade erleichtert in Salzburg die Segel.

Schon jetzt lässt sich sagen: Die Meisterschaft war trotz ihres insgesamt (gewohnt) niedrigen Niveaus geprägt von einem immensen Gefälle innerhalb der Liga. Gleich vier von sechs Mannschaften – LASK, Kapfenberg, Mattersburg, Altach – werden einen Punkteschnitt erreichen, der im Normalfall (mehr als) abstiegswürdig wäre. Nur zwei davon müssen sich aber jetzt noch Sorgen machen, nur einen Verein – Mattersburg oder Altach, die letzte „spannende“ Frage – wird es am Ende erwischen. Bei solch einem Übermaß an Unterklassigkeit und einem Mangel an Bewährungsdruck ist es kein Wunder, wenn am Ende derjenige die Nase vorn hat, der sich die wenigsten Aussetzer leistete.

Bleibt noch der Cup, in dem diese Woche die beiden Semifinali anstehen. Im Cup, diesem seit jeher stiefmütterlichst behandelten Meisterschaftsanhängsel, ist jedoch das nächste Schreckensszenario vorprogrammiert. Setzt sich dienstags das B-Team der Austria gegen Admira durch, so stünde eine inzwischen abstiegsgefährdete Amateurmannschaft aus der Adeg-Liga im Finale – bitte nicht! Steigt am Mittwoch Magna Wr. Neustadt gegen die „echte“ Austria auf, so wäre der von Ex-Austria-Gönner Stronach gekaufte und von Ungustl Svetits verwaltete Adeg-Tabellenführer im Endspiel – man will sich’s gar nicht vorstellen. Sollte beim Cup-Showdown im Mattersburger Pappelstadion (der extra Aberwitz!) allerdings die Austria auf ihre eigene Amateurauswahl treffen, so wäre das überhaupt eine noch nicht dagewesene Farce (wobei die Austria im Europacup unabhängig vom Ausgang des Finales natürlich mit ihrer A-Mannschaft antreten dürfte). Somit bleibt – „objektiv“ betrachtet – Austria gegen Admira als einzig halbwegs akzeptables Cup-Finale. Und das ist schlimm genug.

by austrobold @ 11:28h | link | 60 comments | comment

Donnerstag, 16. April 2009

Alles retour

Kaum angeleiert, schon wieder fallen gelassen. Aus der angestrebten Liga-Aufstockung wird so schnell doch nichts. Unter der Führung von Gratkorn (!) wurde heute auf die geplante Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung der Bundesliga verzichtet - Vorgeschichte siehe hier. Man wolle erst die Ergebnisse der "Arbeitsgruppe Sport" abwarten, die zur Zeit die wirtschaftlichen Perspektiven einer erweiterten Liga evaluiert. Diese Arbeitsgruppe gehört zur "Zukunftswerkstatt" (haha!) des ÖFB, von der man sich so manches, nur keinen Mut zu tiefgreifenden Änderungen erwarten darf.

by austrobold @ 19:00h | link | 69 comments | comment

Once more

Das U16-Team gewann heute erneut gegen die Alterskollegen aus der Slowakei. Beim 5:0 in Lindabrunn traf wie schon gestern Dominik Burusic (siehe unten), gleich dreimal war der hier bereits vorgestellte Philipp Prosenik erfolgreich. Das fünfte Tor steuerte Daniel Krenn von der Vorarlberg-Akademie bei. Im Herbst geht es in der EM-Qualifikation dann als U17 gegen Polen, Israel und Armenien.

by austrobold @ 18:31h | link | 11 comments | comment

Mittwoch, 15. April 2009

Neue Gesichter: Dominik Burusic

Das neu formierte U16-Nationalteam besiegte gestern in Bratislava die Slowakei, es handelte sich um ein Testspiel für die im Herbst beginnende EM-Qualifikation, die dann von den mehr oder weniger gleichen Leuten als U17 in Angriff genommen werden wird. Beide Tore beim 2:1-Erfolg schoss Domink Burusic bereits in der ersten Halbzeit.



Der vor einem Monat erst 16 gewordene Ottakringer wurde zunächst beim Nachwuchs des Wiener Sportklub mehr als nur auffällig, wechselte dann in die Südstadt in die von Admira-Legende Walter Knaller geleitete Akademie und stürmt dort für die von Helmut Graf - einem weiteren Südstadt-Urgestein - trainierte U17-Mannschaft. Der trickreiche und torgefährliche Burusic ist dennoch weniger ein Striker als eine Mischung aus Spielmacher und Stürmer und eines der hoffnungsvollsten Talente der immer noch hochwertigen Admira-Nachwuchsschule.

by austrobold @ 02:02h | link | 136 comments | comment

Dienstag, 14. April 2009

Liga neu?

Im Auftrag von Magna wird am Format der Bundesliga gerüttelt. Magna-Anwalt Wolfgang Rebernig ließ eine außerordentliche Hauptversammlung der Bundesliga einberufen, die binnen drei Wochen tagen muss. Unterstützung erhält Magna Wr. Neustadt von Red Bull Salzburg, Ried und Altach aus der Bundesliga sowie Admira und Gratkorn aus der Ersten Liga, als Magnas Hauptverbündete gelten dabei die Manager/Sportdirektoren Stefan Reiter (Ried), Heinz Hochhauser (Salzburg) und - inoffiziell - Alfred Hörtnagl von Rapid. Ziel der genannten Antragsteller ist die schnellstmögliche Aufstockung der beiden höchsten Spielklassen, als Modell schwebt ihnen eine Bundesliga mit zwölf Vereinen vor, die nach einer Hin- und Rückrunde im Herbst auf zwei Sechsergruppen (Meister-Playoff, Abstiegs-Playoff) aufgeteilt werden soll, während die Erste Liga statt wie bisher zwölf sogar 16 Klubs umfassen würde. Dies widerspricht dem an sich bereits gefassten (aber typisch österreichisch nur bedingt sanktionierten) Beschluss der Bundesliga, die Erste Liga ab 2010 auf zehn Vereine zu reduzieren und Amateur-Zweitvereine von Bundesligisten in die Regionalligen zurückzuversetzen.

Nun erfolgt der Magna-Vorstoss naturgemäß nicht ohne eigennützigen Hintergedanken, aber nicht alles, was aus der Ecke von Stronach, Svetits und Konsorten kommt, muss per se schlecht sein. Die Zehnerliga gilt hierzulande als heilige Kuh, sie war mitverantwortlich für den Aufschwung des österreichischen Fussballs Ende der 70er-Jahre (Argentinien-WM, Europacup-Erfolge), zwischenzeitliche Experimente (16er-Liga, Playoff-Modus) erwiesen sich als Rohrkrepierer. Das seit 1994 wieder bestehende Modell mit zehn Vereinen war seither sakrosankt, obwohl es schon kurze Zeit später von den Auswirkungen des Bosman-Urteils unterminiert wurde. Dies brachte eine Legionärsschwemme und damit verbundenen "Arbeitsplatzmangel" für junge Talente mit sich, gleichzeitig sackte die Liga im europaweiten Ranking der UEFA von Platz zehn (1994) auf Rang zwanzig (Jetztstand) ab. Der einstige Nimbus der Zehnerliga hat in Wahrheit nur mehr Nostalgiewert.

Insofern ist es in jedem Fall angebracht, ja, sogar höchst an der Zeit, die bestehenden Strukturen in Frage zu stellen. Wie man es aber dreht und wendet, ein für Österreich ideales Ligaformat gibt es nicht, jedes angedachte Modell hat auch unübersehbare Nachteile, Kompromisse müssen zwangsläufig eingegangen werden. Im Mittelpunkt der Überlegungen muss jedoch das zukünftig uneingeschränkte Selbstverständnis der höchsten Spielklasse als Ausbildungsliga stehen. Internationale Erfolge österreichischer Vereine sind jetzt schon in weite Ferne gerückt, werden es selbst bei Va-banque-Aktionen einzelner Klubs (wie an den Beispielen Salzburg und Austria schon zu sehen war) weiterhin bleiben. Also besser einer größeren Anzahl von Talenten die Aussicht auf Spielpraxis zu ermöglichen, wobei Österreich als Spieler-Export- statt Importland die Vereine wirtschaftlich auf gesündere Beine stellen könnte - und ein großer Pool an österreichischen Spielern in europäischen Ligen nicht zuletzt dem Nationalteam zugute kommen würde.

Schon jetzt ist aber zu befürchten, dass die Vereine bei ihren Reformplänen vor allem ihre kurzfristigen Eigeninteressen verfolgen statt einen zweckdienlichen Strukturwandel des österreichischen Vereinsfussballs anzustreben.

by austrobold @ 16:55h | link | 11 comments | comment

Sonntag, 12. April 2009

BL, 29. Runde - die Entscheidung

Nun hat es also auch Rapid erwischt. Die erste Heimniederlage seit über 16 Monaten kam zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, entwertet den grünweissen Erfolgslauf der letzten Wochen und erschüttert natürlich die Moral ganz gewaltig. Salzburg müsste sich in den verbleibenden sieben Runden schon ganz blöd anstellen, um den Vorsprung von acht Punkten noch zu vergeigen.

Sturm Graz, der 1:0-Sieger im Hanappi Stadion, musste über eine Halbzeit lang mit einem Mann weniger auskommen (ein österliches Schiri-Geschenk an die Hausherrn) und war dennoch besser organisiert als Rapid. Damit sind die Grazer wieder auf einen Punkt an Platz drei (= UEFA-Cup-Quali) herangerückt. Dort befindet sich die Austria, die in Ried nicht einmal einen geschenkten Elfer nutzen und über das torlose Unentschieden noch froh sein konnte.

Im Abstiegskampf hat nach dem bizarren 5:4 im direkten Duell plötzlich Mattersburg wieder bessere Karten als Altach. Einerseits aufgrund der günstiger wirkenden Restauslosung, andererseits wird nicht grundlos gemunkelt, dass Martin Pucher seine Doppelfunktion als Präsident der Bundesliga und Obmann von Mattersburg zum Vorteil der Burgenländer verwenden könnte. Bereits vor drei Jahren hatte es eine ähnlich fragwürdige Konstellation gegeben. Aber schon, um gar keinen Verdacht aufkommen zu lassen, sollte das gleichzeitige Vertreten von Klub- und Liga-Interessen grundsätzlich unvereinbar sein. Aber gerade solch "schlanke" Strukturen sorgen ja für die spezielle Note des Austroball.

by austrobold @ 19:05h | link | 34 comments | comment

Wieder nix

Ein schweres Aua! für den Admira-affinen prof. austrobold in der Adeg-Liga. Der Umfaller lag zuletzt in der Luft, aber wenn's passiert, dann ganz dicke: Die erste Niederlage der Ära Schachner setzte es für die seit Ende August ungeschlagene Admira ausgerechnet gegen den Tabellenletzten, FC Lustenau - und fiel mit 0:3 gleich saftig aus. Alle drei Tore versenkten die Vorarlberger nach Eckbällen mit der Stirn - das klingt nach einer wahrhaft kopflosen Performance der Trenkwalder-Truppe.

Samstags hatte man noch Hoffnung, dass Tabellenführer Magna Wr. Neustadt in Innsbruck ebenfalls straucheln könnte. Vor allem nachdem die drittplatzierten Tiroler frühzeitig in Führung gingen. Aber in der 2. Hälfte drehte Neustadt die Partie und gewann schließlich glatt 3:1. Das heisst, das war's. Acht Runden vor Schluss hat Magna sechs Punkte Vorsprung, das bessere Torverhältnis und noch ein Heimspiel gegen Admira, die folglich mindestens ein weiteres Jahr im Fegefeuer der österreichischen Zweitklassigkeit schmoren kann. Somit wird die Bundesliga schon nächste Saison die schnelle Rückkehr des Onkel Stronach und die späte Wiederkehr des künstlich reanimierten Traditionsklubs Wr. Neustadt erleben. Braucht niemand, nützt niemand, schmeichelt nur dem Ego des wunderlichen Präsidenten - und seinen Kulissenschiebern wie dem windigen Stronach-Statthalter Peter Svetits, auf dessen Anweisung Wr. Neustadt als einziges Team nicht die vereinbarte Ausländerbeschränkung einhält. Danke.

by austrobold @ 02:21h | link | 71 comments | comment


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