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Freitag, 3. April 2009

Better change a winning team

"Diese Leute muss man jetzt erst einmal wieder aus der Mannschaft herausspielen", sagt Didi Constantini post festum. Was nach dem Match daherschwadroniert wurde, wird allerdings im Juni, wenn es dann gegen die "Weltklassemannschaft" (Constantini) Serbien geht, keinen mehr interessieren. Tatsächlich werden die siegreichen elf vom verwichenen Mittwoch kein zweites Mal in dieser Konstellation auflaufen.

Nich nur wegen des peinlichen Gegentreffers: Im Tor bitte wieder Manninger statt Gspurnig.

Okay, die Innenverteidigung mit Pogatetz und Prödl ist momentan gesetzt. Stranzl erst dann wieder ein Thema, wenn er einen neuen Verein findet und dort regelmäßig zum Einsatz kommt. Schiemer verlässt im Sommer höchstwahrscheinlich die Austria, wäre als Legionär eine mögliche (Prödl-)Alternative. Sicher fehl am Platz ist er als rechter Außenverteidiger, wie man vorgestern gesehen hat. Dort steht ein fitter Garics außer Frage. Als Linksverteidiger ist der tapfere Ortlechner normalerweise bestenfalls dritte, vierte Wahl hinter Fuchs, Ibertsberger, Ulmer.

Im defensiven Mittelfeldzentralraum führt am, naja, eigenwilligen Scharner trotzdem kein Weg vorbei. Wer ihm dort zur Seite steht, ist nicht zuletzt eine Frage der insgesamten taktischen Ausrichtung. Mehr defensiv: Säumel. Mehr offensiv: Der von Constantini an sich favorisierte Junuzovic, der leider am Mittwoch nicht zur Verfügung stand. In einer mutigen Offensivvariante wäre Arnautovic auch einmal einen Versuch in der Mitte wert. Ivanschitz hat derzeit ganz schlechte Karten. Pehlivan muss sich trotz seines anständigen Debüts erst weiter beweisen.

Auf der rechten Außenbahn ist Arnautovic jedenfalls nicht ideal aufgehoben. Auf der Position gibt's wenig Auswahl, Hölzl wirkt am brauchbarsten. Der vor Jahresfrist hochgejubelte Harnik ist im Augenblick sehr weit weg vom Schuss. Links wird Korkmaz, sofern er Spielpraxis und Form hat, eine Bank sein. Beichler muss noch lernen - am besten im Ausland (und auf die linke Seite gehört er sowieso nicht).

Im Angriff stellt sich ein Problem, wenn sich Janko wieder zurückmeldet. Hoffer hat sich nicht nur dank seiner beiden Tore unübersehbar gemacht. Als Solospitze ist er aber - nicht nur auswärts gegen Serbien - schwer vorstellbar. Ob Janko-Hoffer harmonieren, das müsste man sich einmal anschauen, fällig wär's. Das Rapid-Duo Hoffer-Maierhofer mag zwar eingespielt sein, auf Dauer wird man mit dem gerade im internationalen Vergleich überaus limitierten Maierhofer keine Bäume ausreißen. Und Arnautovic gibt's natürlich auch noch.

Realistisch betrachtet bleiben also von der Mannschaft vom Mittwoch lediglich Pogatetz, Prödl, Scharner, Hoffer und eventuell Arnautovic übrig.

by austrobold @ 15:42h | link | 29 comments | comment

Donnerstag, 2. April 2009

Nicht(s) gewonnen

Österreich - Rumänien 2:1
Wir wissen, frei nach Thomas Bernhard: Es ist alles lächerlich, angesichts des Todes. Wenn zwei Halbtote aufeinander einschlagen - und es (naturgemäß) dennoch keinen "Sieger" gibt, das ist allemal lächerlich genug.

Österreich - Rumänien 2:1
Klagenfurt, am 1. April 2009

Österreich hat nicht gewonnen. Rumänien hat gegen Österreich (gegen Österreich!) verloren.

Hier die errungenen (nicht gewonnenen) Einsichten:

Rumänien: Selten war die Phrase von den "verzweifelten Angriffen" zutreffender als heute. Die Phrase inkludiert unausgesprochenerweise die Attribute "kopflos", "planlos", "aussichtsslos", "hoffnungslos". Bezeichnungen, die üblicherweise auf die Mannschaft aus diesem Land zutreffen:

Österreich: Die frischtg'fangten Wölflinge des Oberwichtels Constantini besaßen zwar auch keinen erkennbaren Plan, wussten in Minute 25 zwar weder genau, warum sie ins Hintertreffen gelangten, noch, warum sie unmittelbar darauf wieder egaliserten, nur - sie machten heute etwas draus. Und wenn's nur der freche Jimmy Hoffer war, der Rumänen-Geschenke humorlos abkassierte und so eine - im doppelten Sinne für Heiterkeit sorgende - Pausenführung herstellte.

Dass sich resultatsmäßig danach nichts mehr ereignete, lag vordergrüngig an der bemerkenswerten Unfähigkeit des rumänischen Gastes, mittelgründig am (Achtung, Kompliment!) erkennbaren Unwillen der Gastgeber, sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Hintergründig tat sich nur der eine oder andere Abgrund auf.

Fazit 1: Zwei hoffnungslose Fälle? Die einen werden - wenigstens bis zur nächsten unvermeidlichen, also echten Niederlage - einen Silberstreif am Horizont erkennen (= pocht Ö-reich doch noch bei der europäischen C-Kategorie an?), während die anderen erschreckenderweise zur Kenntnis nehmen müssen, wie schnell man vom EURO-Geheimtipp auf Sub-Ösi-Niveau abstürzen kann.

Fazit 2: Aufgrund der heutigen Ergebnisse (Frankreich gewinnt einmal mehr mit Ach und Krach und dank Ribery gegen Litauen 1:0) ist heute mehr als gestern klar, dass sich nur Serbien und Frankreich um die Direktqualifikation (= Platz 1) matchen werden.

Schlusstabellen-Prognose aus heutiger Sicht:
1. SER
2. FRA
3. LIT
4. AUT/ROM (eh wurscht)
6. FAR

Und hier noch die beliebte - heute samtweiche -
Spielereinzelkritik:

TOR

Gspurnig

Vielleicht war ja sein - wohl in den letzten zehn Tagen mit Neo-Tormanntrainer und Ex-Abschlagkünstler Wohlfahrt einstudierter - Fauxpas spielentscheidend dafür, dass sich seine Vorderleute extra zusammenrissen. Er tat dies nach einer nachvollziehbaren Phase der Verunsicherung auch selbst.

VERTEIDIGUNG

Schiemer

Brav, bemüht, sorgsam; mehr durfte und wollte er nicht auf der unangestammten Außenposition. Und in Hälfte 2 war sowieso immer der Rumäne in der Nähe.

Pogatetz
Es braucht nicht immer Glanzlichter, aber mit der Kapitänsschleife wurde die alte Wildsau bei der Ehre gepackt und war hinten eine fast uneinnehmbare Festung, gut organisiert und umsichtig. Das aber auch, weil er sich völlig auf sein Zentralgebiet konzentrierte.

Prödl
Irgendwie nicht wirklich präsent gewesen. Kein Schnitzer, kein Highlight - und es wirkte, als ob er das so vorgehabt hätte. Der 21-jährige "Routinier" auf der Suche nach sich selbst.

Ortlechner
Er machte das, was er konnte und hatte einigermaßen Erfolg damit. Holzgeschnitzt, trocken, abgebrüht und entschlossen. Aktionsradius nach vorne? Net amoi hinschaun.

MITTELFELD

Arnautovic

Genie und Wahnsinn as usual, homöopathisch verpackt diesmal. Bemerkenswert allerdings, dass sich Arnautovic nicht zu schade war, in der rumänischen Drangperiode mitunter auch sehr weit hinten zur Sache zu gehen. Fruchtlos allerdings, weil: Kann er einfach nicht. Noch ist es ein einziges Fragezeichen, wie man diesen - potenziell - technisch herausragenden Ösi-Kicker in diesem Team bestmöglich zur Geltung bringen kann. Mehr zum eigenen Kapitel Arnautovic bei Gelegenheit hier.

Scharner
Genie und Wahnsinn, nur anders. Fiel in der 1. Halbzeit nicht einmal durch seine Buntspecht-Bürste auf, stand dafür danach gleich mehrmals im Mittelpunkt. Einem großartig-korrekten Last-second-Strafraum-Tackling folgte eine verpennte Kopfballchance, ein ansatzweise witziger Freistoß, eine übermotiviert-unkoordinierte Gelbekarten-Reinrutscherei... Agierte plötzlich überall und nirgends - gebt dem Klassenkasperl ein Navigationssystem!

Pehlivan
Es war zu erwarten: Der talentierte Bub mit der Aufhauser-Gedenkschleife wusste nicht so recht, was zu tun war. Als Debütant den Spielmacher raushängen lassen? Traute er sich nicht, ging auch gar nicht. Nach überwundener Identitätskrise packte er einfach mit an. War ganz okay.

Beichler
Bei anderen würde man einfach sagen: Fremdkörper! Musste bei seinem ersten Länderspiel (als Notnagel) auf ungewohnter Position spielen und diese später auch noch wechseln. Was hätte wohl Christian Fuchs aus seinem Part gemacht? Bei Beichler blieb eine Mischung aus Bemühen und Verzweiflung.

ANGRIFF

Hoffer

Man of the match, wer sonst. Nicht nur, dass er Chancen, die er früher fünffach vernebelte, jetzt eiskalt verwertet, er erschnuppert sie sich auch. Selbstbewusst, aufgeweckt, aktiv - right on, Jimmy!

Maierhofer
Wir wollen es einmal freundlich sagen: An Selbstbewusstsein und Engagement mangelt es auch bei ihm beileibe nicht. Und er brachte als Stürmer-Prellbock heute sogar ein paar Bälle mehr weiter (so auch zum 1:1) als ein freudloser Marc Janko. Maierhofers Defizite in punkto Balltechnik und Spielintelligenz, seine insgesamt fehlende Grundschule sind aber gerade auf internationalem Niveau unübersehbar. Der zweite der österreichischen Schützenliste kam nicht mal in die Nähe einer Tormöglichkeit.

SUBSTITUTES
Okotie (54., für Hoffer)
Korkmaz (69., für Arnautovic)
Hölzl (78., für Beichler)

Okotie wieselte aufgekratzt herum, ohne einen brauchbaren Effekt zu erzielen. Dem jungen Mann wird man noch ein paar Sachen erklären müssen, ehe es zu spät ist. Korkmaz kam genau in einer Phase, als es ums Fighten ging. Seine eigentlichen Qualitäten kamen dadurch praktisch nicht zur Geltung, aber er verstand, was Sache war. Was beim zart indigniert hinausstapfenden Arnautovic nicht unbedingt gegeben gewesen wäre. Beichler hingegen schien eher froh, das Feld verlassen zu dürfen, Hölzl ließ dann nichts mehr anbrennen.

by austrobold @ 05:09h | link | 110 comments | comment

Mittwoch, 1. April 2009

More of the same

Inzwischen ist es wirklich nur mehr zum Lachen - am Matchtag fällt auch noch Jürgen Säumel aus, damit ist die vorgesehene zentrale Achse Scharner-Säumel gesprengt. Nach dem insgesamt zehnten Ausfall stehen somit heute abend nur mehr 16 Feldspieler zur Verfügung. Und eine "Mannschaft", die sich aus lauter Baustellen ergibt: Eine neu formierte Innenverteidigung (das geht ja noch, mit Pogatetz und Prödl), neue Außenverteidiger (Schiemer/Dober bzw. Ulmer), suboptimale Außenbahnen (rechts Hölzl oder Arnautovic, links ein etwas voreiliges Comeback von Korkmaz) - und vor allem weiss jetzt kein Mensch, wer vor/neben/mit Paul Scharner im Mittelfeld spielen soll: Pehlivan? Beichler? Arnautovic? Und wenn Constantini (der mittlerweile auch schon bremst: "Wir müssen nicht gewinnen..."), wenn der Teamchef also nicht ganz fest geblufft hat, dann dürfte vorne erstmals das ungleiche Rapid-Tandem Hoffer-Maierhofer beginnen. Das klingt zwar ganz nett, aber anders als im gut geölten Rapid-Werkl gibt's hier keinen Steffen Hofmann, der die zwei bedienen könnte. Prognose also: Es wird so wie immer, nur anders.

Als Vorgeschmack hat sich gestern schon Andi Herzogs U21 eine ziemlich blöde Niederlage gegen die (an sich natürlich höher einzuschätzende) Schweiz eingehandelt. Bis zur 90. Minute 1:0 vorne, dann noch 1:2 verloren. Very Austroball, indeed.

by austrobold @ 16:32h | link | 120 comments | comment

Montag, 30. März 2009

Routinier mit 21?

Die Headline für den heutigen Eintrag schenkte mir orf.at, sie bezieht sich im konkreten auf Sebastian Prödl - und von mir wurde nur das Fragezeichen hinzugefügt. Sebastian Prödl wechselte nach der EURO in die deutsche Bundesliga, kommt bei Werder Bremen in einer gewissen Regelmäßigkeit zum Einsatz, ohne wirklich Stammspieler zu sein - auch wenn er zuletzt durch ein schönes Kopftor im UEFA-Cup (sein erster Pflichtspieltreffer für Bremen) positiv auffiel. Der 21-jährige Prödl, der vor seinem Deutschland-Engagement gerade einmal eine ganze Saison lang regelmäßig bei Sturm Graz zum Zug kam (und zur Stütze aufstieg) hat für die österreichische Nationalmannschaft 19 Länderspiele bestritten - und ist mit dieser Gesamtbilanz vergleichsweise tatsächlich sowas wie ein "Routinier".

Schauen wir uns die verbliebenen 18 Feldspieler im aktuellen Kader nämlich nochmal genauer an.

Das Durchschnittsalter beläuft sich auf 22,8 Jahre, 14 von 18 Spielern sind jünger als 25, zwei davon noch nicht einmal 20. Kein einziger ist über 30, die ältesten sind Paul Scharner und Manuel Ortlechner, beide 29. Dem Durchschnittsalter entspricht am ehesten Christian Fuchs (Jahrgang '86).

Die Feldspieler kommen zusammengezählt auf 156 Teamspiele, das entspricht einem Schnitt von knapp 9 Einsätzen pro Mann. 13 der 18 haben weniger als zehn Einsätze absolviert, drei warten überhaupt noch auf ihr Debüt. Auf die meisten Länderspiele kommt Neo-Kapitän Pogatetz (36), dem Schnitt am nächsten Erwin Hoffer (9).

Die ärgste Statistik folgt aber erst: Nur drei dieser 18 Spieler haben bisher fürs Nationalteam ins Tor getroffen, zwei Verteidiger (Pogatetz, Prödl), ein Mittelfeldspieler (Hölzl; alle je 2x), aber kein einziger Stürmer! Sechs Treffer auf 18 Mann verteilt ergibt einen kümmerlichen Schnitt von 0,33.

Nebenbei noch bemerkt: Von den 18 Feldspielern haben fünf einen Migrationshintergrund, sieben spielen in ausländischen Ligen.

Banal zusammengefasst: Der typische Teamspieler im Zeitalter Constantini ist zwischen 20 und 25, hat weniger als zehn Länderspiele am Buckel, noch kein Tor für Österreich geschossen, ist ansonsten (noch) ein "waschechter Österreicher" und kickt (noch) in der heimischen Bundesliga. Er sieht demnach aus wie eine Mischung aus Franz Schiemer, Andreas Dober, Erwin Hoffer und Andreas Ulmer.

Ob damit ein Staat zu machen ist? Mit der jungen Linie, die Constantini vorgibt, werden sich kurzfristig Sympathien sammeln lassen, resultatsmäßig wird man mit diesem Hasenstall weiterhin abstinken - geht gar nicht anders. Aber auch wenn sich Constantini nicht deklarieren will - diese extrem junge Kaderzusammensetzung signalisiert in Wahrheit, dass die WM-Qualifikation abgeschrieben ist und zum konsequenten Neuaufbau genutzt werden soll. Die Frage ist nur, ob der neue Teamchef das durchhalten wird, wenn sein aufgepepptes U21-Fohlenteam systematisch Lehrgeld zahlen muss. Aber bitte, der schlaue Constantini ist ja nur bis Jahresende im Amt, ihm selbst kann eigentlich wenig passieren. Und sein Mut zum Risiko ist zumindest sympathischer als die Angsthasenmethode Marke Hickersberger, der vor der EURO lieber auf Altspatzen wie Aufhauser, Standfest und vor allem Hiden und Vastic baute, um dem Gegner Routine vorzugaukeln, wo nur mehr Kraft- und Saftlosigkeit vorhanden war.

by austrobold @ 18:06h | link | 12 comments | comment

Donnerstag, 26. März 2009

Mad Cpt.

Pogatetz ist also neuer Teamkapitän und Scharner sein Stellvertreter. Damit hat Didi Constantini gleich drei, noch aus der Ära Hickersberger stammende Blödheiten (die Fälle Pogatetz, Scharner und Ivanschitz) glattgebügelt. Beide Premier-League-Kicker waren ja unter Hicke vorübergehend (Pogatetz) bzw. dauerhaft (Scharner) in Ungnade gefallen, a la longue zahlte es sich für beide aus, den Mund aufzumachen und eine eigene Meinung zu haben. Etwas, was man bei Duckmauser Ivanschitz stets vermisst hatte - und so unentschlossen (um es noch höflich zu sagen) spielte er zumeist auch. Schon Hickersberger hätte sich nach einem anderen Kapitän umsehen müssen statt diese auf Hans Krankl zurückgehende Torheit zu unterstützen und damit sowohl dem Spieler als auch dem Team einen Bärendienst zu erweisen. Brückner war dann sowieso zu wurschtig und zu wunderlich, um sich um solche Dinge kümmern zu wollen.

Constantini hat jedenfalls gut daran getan, Ivanschitz vorübergehend aus der Schusslinie zu nehmen und ihm die Degradierung in Anwesenheit zu ersparen, das muss man dem Didi lassen. Ivanschitz wird vielleicht schon im Juni (in Serbien, wo ihn keiner schimpfen wird), spätestens aber im September (Heimspiel gegen die Faröer!) ein unaufgeregtes Comeback als "einfaches Teammitglied" feiern können, da wird man ja sehen, was der Bub ohne Druck zusammenbringt.

Apropos Druck: Indirekt lastet der nun auf den zweiten bewusst nicht Einberufenen, Martin Stranzl, da Pogatetz nun dessen Part als Abwehrchef in der Innenverteidigung einnehmen und von dort nur mehr schwer zu verdrängen sein wird.

Im übrigen sollte man sich einmal ansehen, was nach der Flut an Absagen (es fehlen: Manninger, Garics, Leitgeb, Ibertsberger, Janko, Junuzovic) eigentlich noch als Teamkader übriggeblieben ist:

Tor:
Gspurnig, Macho, Schranz

Feldspieler:
Dragovic, Dober, Ortlechner, Pogatetz, Prödl, Schiemer, Ulmer, Beichler, Fuchs, Hölzl, Korkmaz, Weber, Pehlivan, Säumel, Scharner, Arnautovic, Hoffer, Okotie, Maierhofer

Und was für eine Mannschaft ließe sich daraus basteln? - Hier mal meine Wahl:

Gspurnig
Dober-Pogatetz-Prödl-Ulmer
Hölzl-Scharner-Säumel-Fuchs
Arnautovic-Hoffer

Das ist quasi die im Mittelfeld defensive Variante ohne deklarierten "Spielgestalter". Das ganze könnte man sogar noch vorsichtiger mit Arnautovic als zurückhängender Relaisstation zwischen Mittelfeld und Angriff anlegen.
Zwei Alternativen dazu: Verzicht auf einen Stürmer (Hoffer?), dafür den jungen Pehlivan als zentralen Mittelfeldkoordinator ins kalte Wasser werfen. Oder Verzicht auf einen der beiden Defensiven im Mittelfeld (Säumel), dazu ebenfalls Pehlivan und beide Stürmer wie oben - das wäre die wagemutigste Aufstellung. Aber ich schätze, Constantini wird das anders anlegen als ich und irgendwo mit was Eigenwilligem aufwarten.

by austrobold @ 16:11h | link | 21 comments | comment

Montag, 23. März 2009

Marc Kranko

"Ich will nicht tot auf dem Feld zusammenbrechen", sagt Marc Janko - und der Nationalmannschaft ab. Andere hingegen möchten auf der Stelle tot umfallen, wenn sie für bare Münze nehmen sollen, dass der gestern sonntags noch gewohnt toraktive Stürmer nun angesichts einer "verschleppten Grippe" bei sich "falschen Ehrgeiz" konstatiert, hysterisch vom plötzlichen Fußballtod halluziniert und "schweren Herzens" daheim bleiben muss. Erinnern wir uns, dass der feinfühlige Hüne - der im übrigen noch nie mehr als zwei Teamspiele in Serie bestritten hat - schon letzten Herbst vor dem wenig belangvollen Freundschaftskick gegen die Türkei aufgrund einer Oberschenkelverhärtung das Handtuch warf; eine Verletzung, die ihn nicht daran hinderte, wenige Tage später mit Salzburg gegen Kapfenberg aufzulaufen.

Das ÖFB-Team absolviert im übrigen vor dem bevorstehenden Spiel gegen Rumänien auslosungsbedingt ein unüblich langes, zehntägiges Trainingscamp. Zeit, die aus Jankos Sicht möglicherweise anderweitig effizienter genutzt werden kann. Schließlich gibt es es seinerseits erstrebenswertere Ziele als ein Match um eine ohnehin schon hinlänglich verpfuschte WM-Qualifikation: Den Meistertitel mit Salzburg, das Brechen von Hans Krankls Liga-Uralt-Torrekord, das dadurch weiter geschürte Interesse internationaler Vereine mit der Aussicht auf einen Wechsel in eine europäische Top-Liga. Ein Auftritt im desorganisierten Nationalteam ist obendrein nicht dazu angetan, die persönliche Transferaktie auf Kurs zu halten.

Der Marc Janko durchaus wohlgesonnene neue Teamchef Constantini, der im Falle Ivanschitz und Stranzl gerade noch den starken Mann mimte, wird seinem Stürmer nur die eine oder andere verständnisvolle Krokodilsträne hinten nach weinen. Zumal es Janko in perfid-treuherziger Manier versteht, den Ball vorbeugend zurückzuspielen: "Der Teamchef hat mehrfach betont, dass er nur hundertprozentig fitte Spieler im Team braucht. Und das ist bei mir ganz klar nicht der Fall."

Von ÖFB-Seite gibt es keine Anstalten, Jankos Aussagen zu verifizieren. Ein medizinischer Check durch den Teamarzt wäre ein normaler Vorgang, die Erstellung eines eigenen Trainingsprogramms auch keine Abwegigkeit gewesen. So bleibt der Eindruck: Eh scho ois wurscht. Wer sich's richten kann, der wird sich's weiter richten.

by austrobold @ 22:55h | link | 201 comments | comment

Constantes Wischiwaschi

Constantini-Interviews gab es in den letzten Tagen einige. Der Neo-Teamchef lässt dabei gekonnt sowohl den saloppen Didi als auch den staatstragenden Constantini raushängen und fährt vordergründig eine populistische Linie hinter der man irgendwie ein diffuses Mehr an Hintergedanken vermuten soll. Dennoch fragt man sich bei genauerem Hinsehen immer öfter: Worauf will Constantini im Endeffekt hinaus? Weiss er das eigentlich selber? Constantini antwortet - nicht ohne Geschick - stets nur fragespezifisch, stellt dabei jeweilige Einzelaspekte in den Vordergrund, die sich in Summe allerdings zu keinem Ganzen, schon gar nicht zu sowas wie keiner "Strategie" zusammenfügen lassen. Hat Constantini die WM-Quali schon abgehakt, wird das weitere Jahr zum Experimentierfeld? Die junge Linie - Affekthandlung oder Bekenntnis? Was hat Constantinis eigene Zukunftsperspektive damit zu tun und wie lautet diese? Freiwillige Feuerwehr oder mehr? Aber Grundsätzliches ist von Constantini nicht zu bekommen, dafür viel Widersprüchliches, Unzusammenhängendes, Substanzloses, das aber immer g'schmackig formuliert.

Ihm wohl wurscht: Constantini wird sich auch im Mißerfolgsfalle eleganter abputzen können als seine "glücklosen" Vorgänger und das Nationalteam überstehen, ohne sich den Ruf ruiniert zu haben.

by austrobold @ 20:16h | link | 129 comments | comment


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