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Montag, 18. Mai 2009

Tschüss, Ivo!

Dieses letzte Jahr, das hätte er sich sparen können. Da hat er nur mehr dreimal ins Tor getroffen, dafür einmal die rote Karte und zweimal gelb-rot gesehen. Er fand nicht mehr ins Spiel, nicht mehr zu seinem Spiel, er war zu spät in den Zweikämpfen dran und hechelte den Jungen hinterher. Ivica Vastic hat kapiert, dass es so keinen Sinn mehr macht und hat heute – obwohl man ihn von Vereinsseite zum Weitermachen überreden wollte – seinen Rücktritt vom aktiven Fußball erklärt. Einmal noch, beim letzten Heimspiel des LASK, wird sich der 39-jährige abfeiern lassen, dann geht’s in die Rente.

Ivo hätte sich einen würdevolleren Abgang verdient, und er hätte ihn auch gehabt, wäre er direkt nach der letztjährigen EURO abgetreten – als der Fußball-Methusalem das einzige Tor für Österreich im Turnier schoss und damit zum ältesten EM-Torschützen ever wurde.

Aber was soll’s. Die Karriere von Ivica Vastic kann sich – für österreichische Verhältnisse – allemal sehen lassen. Er wurde mit Sturm Graz zweimal Meister und dreimal Cupsieger, einmal Cupsieger mit der Austria, wurde viermal zum Fußballer des Jahres gewählt, war zweimal Torschützenkönig, bei einer Welt- und einer Europameisterschaft dabei, kam mit Sturm dreimal in die Champions League, einmal davon sogar als Gruppensieger in die Zwischenrunde, er schoss 14 Tore in 50 Länderspielen für Österreich und ist mit 185 Treffern drittbester Torschütze der Bundesliga-Geschichte. Sollte er in seinem Abschiedsspiel zweimal zuschlagen, würde er sogar noch Peter Pacult einholen. (Ivos letzter Trainer, Hans Krankl, bleibt mit 269 Goals unantastbar.)

Und dennoch: Es wäre bei anderem Verlauf der Dinge auch mehr drinnen gewesen für Ivica Vastic. Der Kroate kam 1991 als Kriegsflüchtling aus Split nach Wien. Oftmals wurde die Story kolportiert (obwohl sie nicht ganz der Wahrheit entspricht), er wäre damals bloß mit einem Plastiksackerl in der Hand auf der Hohen Warte aufgekreuzt und hätte der Vienna schüchtern seine Dienste angeboten. Die Vienna nahm den jungen Mann mit der feinen Technik mit Handkuss, es folgten weitere Gastspiele in St. Pölten und in der Südstadt bei der Admira, schließlich ein missglückter Ausflug in die deutsche Bundesliga zu MSV Duisburg. Stationen, mit denen der junge Vastic in Wahrheit nur seine Karriere vertändelte und die teilweise unter seinem Niveau waren.

Richtig los ging es für ihn erst, als er 1994 zu Sturm Graz kam und dort mit Ivica Osim als Trainer seinen Mentor fand, der ihn zur spielbestimmenden Zentralfigur der Mannschaft aufbaute. Da war Ivo immerhin schon 25 Jahre alt. Der nächste Schritt folgte 1996 mit dem Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft. Vastic war zuvor schon einmal ins kroatische Nationalteam einberufen worden, kam dabei aber nicht zum Einsatz und war dadurch noch für Österreich spielberechtigt. Wäre Vastic schon in jungen Jahren bei stärkeren Vereinen aktiv gewesen, hätte er sich womöglich auch im kroatischen Team ganz gute Chancen ausrechnen können. So ging er mit Österreich lieber auf Nummer sicher.

Aber in der Nationalmannschaft sollte er selbst zu seiner Glanzzeit nie jene dominierende Rolle spielen wie bei Sturm Graz. Das lag zu einem Teil an ihm selbst und seinem oft phlegmatischen Charakter, zum anderen an den hierachischen Machtverhältnissen im österreichischen Team. Sein erster Teamtrainer, Herbert Prohaska, ein ewiger Gefangener zwischen dem einerseits und dem andererseits, setzte meist drei Spiele auf Vastic – und dann drei Spiele wieder nicht auf ihn. Als es zur WM 1998 nach Frankreich ging, konnte sich der Erzwiener Prohaska nicht durchringen, den in der Qualifikation bewährten Wien-Block um Herzog/Polster durch den aktuell erfolgreichen Graz-Block um Vastic/Haas abzulösen. So kam Vastic als Edelreservist erst am Ende des zweiten WM-Spiels zum Einsatz, in dem er den sagenhaften Extratime-Ausgleich gegen Chile schoss und darauf die Kronen Zeitung mit „Ivo, jetzt bist du ein echter Österreicher“ titelte – legendär! Beim abschließenden Spiel gegen Italien stand er dann in der Grundaufstellung – zu spät. Der (zu) anständige Mensch Vastic hat sich darüber nie beschwert.

Prohaskas wechselhafte Beziehung zu Vastic ersparte letzterem wenigstens das wenig später folgende 0:9-Fiasko gegen Spanien. Somit konnte er unter dem nächsten Teamchef – bezeichnenderweise der Kroate Otto Baric – endlich zum echten Stammspieler aufsteigen. Als bereits über 30-jähriger.

Hans Krankl wiederum hatte später ein ähnlich zwiespältiges Verhältnis zu Vastic wie Prohaska, Hickersberger schließlich beugte sich vor der EURO dem Druck der Medien, als er dem Altstar zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Team-Comeback verhalf. Dazwischen hatte Vastic noch eine mittelgute Zeit bei Austria Wien verbracht, ein Jahr lang in Japan hübsch abgecasht und zuletzt den LASK zurück in die Bundesliga geführt.

Ivica Vastic wird uns, wie er ankündigte, in Zukunft als Trainer erhalten bleiben. Als Spieler werden wir ihn vermissen: Seine edlen Tore, seine eleganten Dribblings, die werden uns genauso fehlen wie seine saftlosen Interviews und seine süßen Schwalben (Au! Au!).

by austrobold @ 22:55h | link | 85 comments | comment

Mittwoch, 13. Mai 2009

Unschön

Okay, Jocelyn Blanchard war zuletzt nicht mehr der Jocelyn Blanchard von 2006, als er mit Fug und Recht zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt wurde und mit Austria Wien Meistertitel und Cupsieg holte. Der Franzose wird dieser Tage 37 Jahre alt, und einem proaktiven Dauerläufer wie ihm merkt man das Ablaufdatum früher an als anderen, noch älteren Typen in der Liga, Typen, die das Austroball-System längst verinnerlicht haben und gerissener zu bluffen vermögen. Solche Schlitzohren wie Vastic oder Baur konnten lange Zeit ihre nicht mehr gegebene körperliche Konkurrenzfähigkeit dank ihrer Badkicker-Technik oder dem, was sie unter "Stellungsspiel" verstehen, kaschieren. Der Schmäh geht aber inzwischen nicht einmal auf hiesigem Niveau mehr rein.

Aber anyway.

Jocelyn Blanchard wurde vorgestern Montag von seinem Arbeitgeber Austria Wien mitgeteilt, dass er ab kommender Saison als Spieler nicht mehr erwünscht ist. Sinngemäßer Nachsatz: Man würde sich aber freuen, wenn ein verdienstvoller Mann wie er dem Verein in anderer Funktion erhalten bliebe, er möge sich halt was Hübsches einfallen lassen, dann könne man ja weiter reden, blahblah.

Nun hat Blanchard schon seit einiger Zeit ebenso diplomatisch wie deutlich zu verstehen gegeben, dass ihn eine sinnvolle Tätigkeit im Trainerstab oder im Management-Bereich der Austria nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn sicherlich reizen würde. Was macht die Austria? Sie verfügt über seinen Kopf hinweg nicht nur über sein Karriereende, die Führungsspitze des Vereins fand es offensichtlich auch nicht der Mühe wert, zur gegebenen Zeit über eine gemeinsame Zukunft zu sprechen. So behandelt man Lehrbuben, aber keinen langjährigen Kapitän, Führungsspieler, Leistungsträger, Leithammel und Fan-Liebling. Und wir dachten die Austria-Granden Katzian und Parits wären irgendwie Sirs (also zumindest im Vergleich zur KartnigSvetitsStronachCanori-usw.-Sippschaft) - aber Fehlanzeige!

Hier geht's aber nicht nur um schlechten Stil - einen wertvollen und intelligenten Typen wie Blanchard nicht rechtzeitig die Rutsch'n auf die andere Seite des Vereinsgeschehens zu legen, das ist dumm, fahrlässig und ein Schuss ins eigene Knie.

Stil beweist stattdessen Jocelyn Blanchard selbst, wie im aktuellen Standard-Interview nachzulesen ist. Chapeau und à la bonheur!

by austrobold @ 02:21h | link | 158 comments | comment

Freitag, 27. März 2009

Nicht schon wieder, Pauli!



Wigan-Legionär Paul Scharner hat sich von einem Friseur im Schlosshotel Velden um 100 Euro einen Irokesenschnitt in den Farben Blau-Rot-Blau verpassen lassen.

"Die Farben stehen für Wigan und Österreich, ich musste einen Kompromiss schließen", erklärte Scharner, der am Donnerstag noch zwecks Tarnung ausschließlich mit Kappe und Haube das Teamquartier verlassen hatte. (APA)

by austrobold @ 15:25h | link | 137 comments | comment


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